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Neues aus der Welt der Wissenschaft
 
ORF ON Science :  News :  Medizin und Gesundheit .  Leben 
 
Die Zukunft des Kapitalismus  
    Verliert der Kapitalismus seine progressiven Charakter? Der Sozialforscher Samir Amin und der Literaturwissenschaftler Michael Hardt gehen in einem aktuellen "Eurozine"-Interview der Zukunft des kapitalistischen Systems nach. Amin unterstreicht die Rolle Europas für emanzipatorische Bestrebungen, da er Europa als das "schwache Glied des imperialistischen Systems" versteht. Hardt sieht in der Bildung von Netzwerken große Möglichkeiten zur Entwicklung politischer Alternativen.  
Krisen aber kein Kollaps
 
 
Steht der Kapitalismus vor seinem Zusammenbruch? Michael Hardt, dessen Buch "Empire" (verfasst mit Antonio Negri) zur einer Art "Bibel" der Globalisierungsgegner wurde, beantwortet diese Frage mit einem Ja und einem Nein: "Das Kapital befindet sich immer wieder in Krisen, was aber nicht heißen mag, dass es zu einem Kollaps dieses altersschwachen Systems kommen muss."

Hardt meint, dass die Krisen des Kapitals ebenso wie Kriege die globale Ordnung vielmehr stützten anstatt sie zu stürzen. Eine Transformation des kapitalistischen Systems könne nur durch das Leben von Alternativen geschehen, nicht durch die systeminhärenten Schwächen.
...
Das Interview führte Camilla A. Lundberg und Magnus Wennerhag von der schwedischen Zeitschrift "Arena". Das vollständige Gespräch auf Englisch und Schwedisch befindet sich auf "Eurozine - the netmagazine". In Kürze gibt es den Text auch auf Deutsch.
->    Das Interview
...
Zunehmende Widersprüche?
 
 
Die Widersprüchlichkeiten des Kapitalismus sieht Hardt in den zunehmenden Schwierigkeiten des Kapitals, die Welt zum Produzieren zu bewegen und die immer stärker klaffenden Unterschiede zwischen Arm und Reich.
Lange progressiv, nun destruktiv
 
 
Samir Amin hingegen, weist auf die historischen Veränderungen des Kapitalismus hin: "Der Kapitalismus war während einer langen Zeitspanne eine progressive Kraft für die Menschheitsgeschichte" (mit Marx formuliert). Diese "progressive Kraft" versteht Amin als integratives Element.

Jetzt wäre aber ein Punkt erreicht, an dem sich die Beziehung zwischen integrativen und ausschließenden Momenten des Kapitalismus umkehrt: "Die progressive Dimension schrumpft, während sich die destruktive Dimension ausbreitet."
Chance für Europa
 
 
Was Europa betrifft, meint Amin, dass hier, aufgrund historischer Prozesse, dem Wert Gleichheit ein größerer Wert beigemessen würde als in den USA, wo das größere Gewicht auf die Freiheit des Einzelnen gelegt würde.

Europa wäre demnach das schwache Glied des Kapitalismus - von Europa ausgehend könnte sich eine neue und ernst zunehmende politische Emanzipationsbewegung entwickeln.
->    Arena
->    Weitere Eurozine-Geschichten in science.ORF.at

 

 
ORF ON Science :  News :  Gesellschaft 
 
  weltenherrscher | 20.05, 02:49
Aha.
Naja *gähn* ;)
 
 
 
  allgeier | 21.05, 00:47
nix gähn,
gute Beiträge da unten!
 
  dadude | 20.05, 01:57

Sowas wie ein Neohumanismus waer interessant?
 
 
 
  ps41 | 19.05, 22:13
Kapitalismus
Grundvoraussetzung der kapitalistischen Wirtschaftsordnung ist eine große Vielzahl von Anbietern (Produzenten, Dienstleister, ...) und Verbraucher (Konsumenten, ...). Jede Form eines Privilegiensystems, einer Kapitalkonzentration, ... stört die Marktautomatik zwischen Leistungen und dem monetären Gleichwert. Ein Erfolgselement ist die möglichst große Umverteilung des Kapitals. Dies erfordert eine hohe Ethik aller Beteiligten nicht nur im Bereich der Wirtschaft sondern vor allem bei Organisationen und Interessenvertretungen. Der politische Liberalismus und eine weitgehende Solidarität in- und außerhalb der Unternehmen ist eine der (wohl schwer erreichbaren) gesellschaftlichen Prämissen.
Der Materialismus und alle seine Spätfolgen führen zu all jenen Entartungen, an denen alle Ismen scheiterten und weiter scheitern werden. Man kann die Destruktivität sicher humorvoll anprangern, wie dies Parkinson oder Lawrence Peter aufzeigten. Die Wechselbeziehungen zwischen der Individualität und der Sozietät und den daraus rekrutierten Persönlichkeitsstörungen läßt immer wieder "gestörte" Personen in Schlüsselpositionen aufsteigen, an denen sie nicht nur unfähig sind, sondern auch potentiell asozial handeln. Ihr Problem-Lösungs-Verhalten ist nicht rational und daher immer wieder durch "Lebensangst" beeinflußt, merkbar an den Streßreaktionen und -krankheiten.
 
 
 
  sayanim | 19.05, 21:07
Für die Anarchie!!!!
es gibt Alternativen, es reicht mit diesem Unsinn, den manche so heftig verteidigen. Keine Macht für niemand!!

http://userpage.fu-berlin.de/~twokmi/anarchismus.html

 
 
 
  sjler | 19.05, 20:55
der kapitalismus ist tod, es lebe der sozialismus
also da stehts wieder mal der kapitalismus ist am ende. also wer leuten wie mir vor wirft ich würde mich auf einen typen vor 150 jahren berufen (karl marx)(was ich auch tue)und meint dass jetzt alles anders sei, hat es jetzt schwarz auf weiß der kapitalismus wird untergehen. Vielleicht nicht morgen, aber er wird untergehen und dann kommt der sozialismus.
 
 
 
  sayanim | 19.05, 21:00
der libertäre aber hoff ich doch!!!!
und von allein wird der kapitalismus nicht untergehen sag ich mal, da müssen wir schona uch was tun. alle, nciht nur die "sperrspitze".
 
  winne2 | 19.05, 21:18
Einem bedrohlichen System, das zudem noch
über alle materiellen Ressourcen dieser Welt verfügt, wird man mit einem überholten, weil längst ad absurdum geführten und stehengebliebenen Gegensystem nicht beikommen. Da sind Phantasie und volks- und betriebwirtschaftliche Kenntnisse gefragt. Vor allem sind jene gefordert, die das Ausgrenzen zum politischen Prinzip erhoben haben und sichtlich nicht erkennen können, dass der Raubzug des Kapitals nur gemeinsam hintangehalten werden kann, über ihren kontraproduktiven Standpunkt kritisch nachzudenken. Bevor es uns in Europa ähnlich ergeht wie einst den Indianern.
 
  sayanim | 19.05, 21:29
du solltest vielelicht sagen auf was du dich da beziehst, also was ad absurdum geführt ist und so. Wirklich verstehen konnte ich es nciht. Ist es der Staatskapitalismus, oder was ist es?
 
  winne2 | 19.05, 21:57
Ich dachte, es war deutlich genug.
Schon vom real existierenden Sozialismus, neuerdings Sozialdemokratie genannt, gehört?
 
  sjler | 19.05, 22:21
natürlich der freie
einen sozialismus der von den menschen bestimmt wird, einen sozialismus in dem die menschen die wirtschaft und den staat selbst leneken ohen reiche aber auch ohne bürokratie und parteibonzen
alle macht den räten
republik das ist nicht viel sozialismus ist das zeil.
liberacion o muerte
 
  sayanim | 19.05, 22:28
@winne
wo sozialismus drauf steht, ist sozalismus noch lange nciht drinnen. Sozialdemokratische Parteien sind Selbstbetrug, PArteien allgemein, man muss die Sachen selber in die Hand nehmen, nicht sie sofort wieder jemand anderem in die Hände geben. Also zu dem so sozialistischen Charakter der SPÖ zB: Hat das jemand mitbekommen, wie der Gusenbauer forderte, das man die großen Firmen fördert, weil das ja Arbeitsplätze schafft. Auf wessen Seite sind jetzt eigentlich die Sozialdemokraten, auf dem der Arbeiter oder auf dem des Kapitals? Eher letzteres.
 
  stefan | 19.05, 23:39
Was habt ihr alle gegen den Kapitalismus?
Diese Staatsformen die hier beschrieben werden erinnern mehr an den Kommunismus als eine Republik
 
  sayanim | 20.05, 00:10
und wo genau liegt das Problem?
wird dadurch dein ethisches Empfinden gestört?

 
 
  sjler | 20.05, 00:16
also partein halt ich schon für notwendig
da die organisation die stärkste waffe der arbeiterInnenklasse sein muss. stimmt die spö ist verkommen trotzdem muss man/frau sie ebenso wie die gewerkschaft verwenden um die arbeiterInnenklasse zu organisieren. außerdem hat gusi von klein und mittelbetrieben geschprochen die man gegen die internationalen konzerne und monopole verteidigen soll. sicher sollte das nicht das betätigungsfeld und das thema der spö sein aber im grunde hat gusi recht.
@stefan was hast du gegen kommunismus und was findest du am kapitalismus gut?
 
  sayanim | 20.05, 00:36
and und für sich haben ja Parteien ncihts schlechtes an sich, also das Prinzip, aber dadurch das sie um wirklich Einfluss zu gewinnen dieses Spiel mitspielen müssen, das die etablierten Parteien bereits spielen, werden sie korrumpiert. Der Staat muss radikal abgeschafft werden, und schlussendlich sind Parteien wirklich nur ein Reforminstrument im besten Falle. Für wirkliche gesellschaftliche Umwälzungen sind sie nciht gut, und organsisieren kann man sich auch anders, dafür bedarf es keiner Parteien.
 
  sjler | 20.05, 00:39
man muss zwischen partei und revolutionärer partei unterscheiden
man braucht partein die in der mommentanen gesellschaft die organisation der arbeiter/innen gewährleistet und sie bildet und schult. und man bracuht eine revolutionäre partei die aus der reformistischen partie hervorgehen kann die die revolution trägt.
 
  sjler | 20.05, 00:42
der staat kann nicht einfach abgeschafft werden er muss
in ein werkszeug der arbieterInnen verwandelt werden um den sozialismus zu verweiklichen. der staat kann erst nach der diktatur des proletariats in einem fleißenden prozess abgebaut werden.außerdem halt ich eine demokratische veränderung des systems für möglcih solange sich das volk gegen den sicheren gegenangriff des kapitals wappnet.
 
  sayanim | 20.05, 00:49
tadaa...
und deswegen bin ich Anarchist, weil ich für die Abschaffung des Staates bin. Das mit dem Staat für sich vereinnahmen ist schon einmal nach hinten losgegangen. Genau da liegen auch die Differenzen zw. Marxisten/Leninisten und Anarchisten, der Staat löst sich nicht einfach so auf. Der Staat muss zerstört werden, Alternativen müssen gelebt werden.

Aber das sind jetzt Sachen, die nciht unbedingt hier diskutiert werden müssen, hier gehts ja nciht um Streitereien.
 
  sayanim | 20.05, 00:51
außerdem trägt nicht eine Partei, wie immer sie auch geartet ist, die Bewegung, sondern das Volk trägt sie. Das Volk weiß selber was für es das Beste ist, dafür bedarf es keiner "Avantgarde". Der revolutionäre Keim sein, vielleicht, aber wie soll eine kleine Minderheit überhaupt etwas tragen.
 
  sjler | 20.05, 00:53
stimmt
aber in einem sind wir uns einig der kapitalismus ist der feind der menschen und der sozialismus oder anarchismus oder feie verwaltung der menschen über die produktion zu ihrem nutzen und nicht dem der kapiztalisten ist unsere hoffnung.
es ist auf jeden fall schöner mit anarchisten zu diskudieren als mit bürgerlichen.
 
  sayanim | 20.05, 00:56
find ich auch...
 
 
  flusensieb | 19.05, 20:52
bis später...
..ich muß flusen sieben:-)
 
 
 
  flusensieb | 19.05, 20:50
@ichdenkemir
untauglicher vergleich das mit dem pensionisten. der hat ja vorher einem anderen die pension finanziert!
ist eher das gegenteil eines kapitalisten weil immer weniger rente !
kein gutes geschäft:-)
 
 
 
  akita23v2 | 19.05, 20:41
alt, aber gut
die diskussion weiter unten, was kapitalismus wäre, ist ja wichtig, liese sich aber durch einen blick auf die startseite des orf (oder sonst wohin, wo die welt präsentiert) vermeiden. die spitzfindigkeit, ob ein unternehmer, der selbst im betrieb steht, mit 5 mitarbeitern täglich schuftet, sofort oder erst später expropiiert gehört, oder ob überhaupt die unterklasse des kleinkapitalisten noch vor der revolution verschwinden wird oder nicht, ist ein nebenthema. wenn einige von uns meinen, daß die soziale frage durch die umweltfrage abgelöst wurde, so ist dies ebenfalls nur ein randthema im vergleich zur weltweiten neugestaltung des kapitalismus. die materialitischen philosophen - auch die lehrer der völker genannt - haben wenn schon nicht wörtlich, so doch immerhin so weit für sie zu ihrer zeit abschätzbar, die entwicklung vorhergesagt. was derzeit fehlt, ist eine dialektisch materialistische bewertung der gesamten weltwirtschaft. irgendjemand sollte ein " Das Kapital teil 2, die interationalisisewrung des kapitals" schreiben. leider fehlt mir - vorläufig - noch das wissen dazu, aber ich arbeite daran. hoffentlich - der welt wegen - ist wer anderer schneller
 
 
 
  sayanim | 20.05, 12:36
viel Glück auf jeden Fall, is ja sicher kein leichtes Unterfangen...
 
  sensortimecom | 19.05, 20:36
Progressiv nur solange, als genug "geistige Ressourcen" da sind...
Kernfrage hier lautet: Verliert der Kapitalismus seinen progressiven Charakter ?

Selbstverständlich ja.

Ich weil es mal auf einfache, ja triviale Weise auf den Punkt bringen:

Der Kapitalismus kann nur solange Überlegenheit gegenüber anderen Gesellschaftsformen demostrieren, als er imstande ist, echte INNOVATIONEN hervorzubringen. Brot und Spiele für die ausgebeuteten Denkknechte, sozusagen.

Ein Beispiel:
Der Marxismus, der auf Grund technologischer Unterlegenheit dem Bürger nur Schwarzweiß-Fernsehen bereitstellen kann, MUSS auf Dauer dem Kapitalismus unterlegen sein, der Farbfernsehen, Mobiltelefon, Computer und Internet bieten kann usw. usf.....

Ist aber mal eine Weltsituation erreicht, wo auch beim besten Willen - auch unter allergrößter Anstrengung von Millionen von willigen und billigen DENKKNECHTEN !- keine ausreichende Innovation von einer derartigen Erfindungshöhe mehr erreichbar ist, DASS SIE DEN NORMALBÜRGER AUS DEN SOCKEN HAUT (ja nicht mal vor dem Ofen herlockt!) so hat der Kapitalismus AUSGESPIELT. Und zwar für immer.

Vor dieser Situation stehen wir jetzt.
Der ehemalige japanische Finanzminister Eisuke Sakabibare hat dies bereits vor 8 Jahren erkannt, als der Nikkei-Index von 40000 auf 12000 fiel. Er sprach von der größten Krise des internationalen Kapitalismus, die es je gab. Er wusste warum.(Im Spiegel nachzulesen).

Sehr weise der Mann....
Und seiner Zeit voraus..!

Erich B. www.sensortime.com
 
 
 
  flusensieb | 19.05, 20:41
ich gebe dir recht
brot und spiele als hauptbeschäftigung haben ausgedient!
jetzt greift bald das gemeinsame!
die denkknechte haben zugang zu information!
 
  sjler | 19.05, 20:28
Der Kapitalismus ist am ende, es lebe der sozialismus
also da stehts wieder mal der kapitalismus ist am ende. also wer leuten wie mir vor wirft ich würde mich auf einen typen vor 150 jahren berufen (karl marx)(was ich auch tue)und meint dass jetzt alles anders sei, hat es jetzt schwarz auf weiß der kapitalismus wir untergehen.
 
 
 
  flusensieb | 19.05, 20:38
natürlich sozial
aber das ist ja selbstverständlich!
  flusensieb | 19.05, 20:20
jetzt sitzen alle vor dem fernseher
...und glauben daß sie die wahrheit und das leben "draußen" sehn :-)
 
 
 
  flusensieb | 19.05, 20:22
speziell jetzt bei den nachrichten...!
HUHU, AUFWACHEN!
 
  flusensieb | 19.05, 20:11

ich find es in ordnung wenn ein mensch eine idee hat die angenommen wird und nach der herstellung einen tausch gegen geld damit beginnt!
aber das geld ist nur wieder tausch mittel für ihn! verwerflich mag es sein wenn das geld selbst (durch zinsen) zur ware und dadurch als solches begehrlich wird!
ab auf die hohe kante, raus aus dem kreislauf, wo es fehlt, und gierig zuschaun wie es von selbst mehr wird! Das ruiniert alles!
 
 
 
  hosenbeisser | 19.05, 20:27
Im Prinzip hast recht
Das Zinsproblem ist schon sehr lange bekannt. Bis ins MIttelalter herein war das Nehmen von Zinsen fürs Geldverleihen auch verpönt bis verboten. Das war der Wucher. Selbst die Pfaffen waren dagegen. Bis auch die Pfaffen draufkamen, dass der Kapitalismus für jene die viel Kapital haben, wie die Kirche, ein recht angenehems System ist. Da haben die Pfaffen das Zinsverbot ganz schnell "zurechtgebogen". Auch ein Teil des Antisemitismus hängt damit zusammen, da die Juden früher oft die einzigen im Geldverleieher und Bankengeschäft waren die Zinsen nehmen durften. Da ihnen andere Geschäftsmöglichkeiten untersagt blieben.

***

Grundsätzlich kann ein Geldsystem welches positive Zinsen für Verleihen vorsieht nicht langfristig funktionieren. Da ein positive Rückkopplung. Das ist damit sich selbst aufschaukelnd bis zum Kolaps. Stabil sind nur Währungsyysteme die sich selbst dämpfen, dann bleibt es auf stabilen Niveau eingependelt. Ein solches Geldsystem wäre eines, wo für das Besitzen von Geld z.b. Steuer an den Staat als Geldausgeber zu zahlen wäre. Zinsen gibts keine. Wertspeicher können und sollen nur Realwerte sein und nicht ein Verknappungs-Geld. Weiters ist jede Spekulation über das Geld gröbster Unfug. z.b. Währungsspekulationen und andere Perversitäten die sich auf den Geld- und Finanzmärkten täglich abspielen. Die schaufeln sich alle ihr eigenes längerfristiges (finanzielles) Grab und sind noch dazu so blind oder dumm es nicht zu verstehen.
 
 
  sinwseb | 19.05, 22:02
geld ansammeln ist ja prinzipiell eine gute sache. ohne eine gewisse kapitalakkumulation wäre es nie zu der industriellen revolution gekommen.
 
  flusensieb | 19.05, 19:53
@röntgenschirm
die bergbauern spekulieren nicht mit dem boden sondern bewirtschaften ihn! sie tragen bei!
nichts für ungut aber sei nicht so denkfaul!
 
 
 
  che52 | 19.05, 19:53
an flusensieb
zum verständnis was ein kapitalist ist solltest du einmal ein paar stunden für karl marx opfern.z.B. DAS KAPITAL band 1, die ersten kapitel und das kapitel 24.
versuchs einmal
 
 
 
  flusensieb | 19.05, 19:58
?
was soll ich mit einem altmodischen buch? das ist doch vergangenheit!
links/bürgerlich/rechts sind begriffe vergangener zeiten. jetzt gehts um den planeten, das darf alle einen!
wir werden uns nicht in dogmen verlieren!
 
  kroni666 | 19.05, 19:26
ja, vielleicht...
...könnte diese Möglichkeit eben eine Art Open-Source Gedanke sein, der sich ja wirklich von europa aus ausbreitet....

Nur leider sind wir vom kapitalismus doch schon sehr abhängig...
 
 
 
  dieu | 19.05, 19:02
Überleben des/im Kapitalismus?
Der Kapitalismus hat gesiegt. Dieser Sieg könnte sein bisher größtes Problem werden. Denn stand er vorher in Systemkonkurrenz und somit - vor allem aber nicht nur in Europa - unter Legitimationszwang, kann er jetzt tun und lassen was er möchte. Und das geschieht auch zunehmend. D. h. was vorher "gewisse Auswüchse" waren, wird immer mehr zur Regel. Damit beginnt dieses System aber sich seine eigene Grundlage und auch die Grundlage des Lebens vieler (wenn nicht aller) Menschen zu zerstören. Beispiel: Weltweit wird jetzt Trinkwasser zur Handelsware. Wer es nicht zahlen kann hat Pech gehabt. Mit ihm ist es aus. Wer weiß ob ähnliches nicht z. B. auch mit Luft passieren könnte. Anderes Beispiel: Privatisierungexzesse - was wenn Polizei (Bürgerwehr in Ö), Gerichte, Steuereintreibung und das Militär Re-Privatisiert werden. ("Re" deshalb, weil es ja historisch nichts neues wäre.) Europa bzw. die Welt steuerte damit auf einen neuen 30jährigen Krieg mit allen Facetten die die moderne Waffentechnologie zu bieten hätte. Das Ende ist kaum auszudenken. Und dieses ist kein Kassandra-Szenario. Die ersten Schritte in die Richtung haben wir schon gemacht. Also: Entweder der Kapitalismus geht unter und wir leben oder wir gehen mit dem Kapitalismus unter. Bleibt die Frage nach der/den Alternativen. Hier ist unser aller kreative Anstrengung gefragt.
 
 
 
  sayanim | 19.05, 18:37
Eine Alternative...
Für alle Anarchie=Chaos Schreier: hier könnt ihr ein bisschen nach lesen: http://userpage.fu-berlin.de/~twokmi/anarchismus.html


aja..weil ichs gerad gelesen hab:
Der angeblich real existierende Sozialismus war nichts anderes als Staatskapitalismus!
 
 
 
  röntgenschirm | 19.05, 18:15
Die Zukunft des Kapitalismus...
...sieht sicher rosiger aus als die Zukunft des Sozialismus. Es kann schon sein, daß einige selbsternannte "Weltverbesserer" nicht wahrhaben wollen, daß ein demokratisch-marktwirtschaftliches System zwar nicht 100%ig perfekt aber allen anderen Systemen weit überlegen ist. Wer den geschichtlichen Beweis leugnen will, kann sich ja in Nordkorea selbst überzeugen!
 
 
 
  flusensieb | 19.05, 18:24
wenn in 7jahres-zyklen gerechnet wird magst du recht haben.
aber das ist ja das problem: legislaturperioden, konsumzeiträume, zeitgeistabschnitte etc!
alles viel zu kurz gegriffen.
nachhaltigkeit ist gefragt! 100 jahre, 200 jahre oder noch mehr! damit kommen wir der sache schon näher!
 
  leitwolf | 19.05, 17:27
Kapitalismus funktioniert, aber ...
es fehlt leider das Versändnis ihn richtig anzuwenden. Kapitalismus ist doch keine Erfindung der Neuzeit, er ist vielmehr so alt wie die Menschheit und wenn man den Lauf der Evolution betrachtet eigentlich noch älter.

Das Schnitzen eines Speers um damit fortan leichter Beute zu jagen ist nichts anderes als eben Kapitalismus. Man spart (bzw. investiert Zeit) um fort an weniger Arbeit zu benötigen. Das mögen sich bitte alle Linken klar machen die in diesem Zusammenhang von Arbeitsplatzvernichtung sprechen!

Inverstiert darf aber nicht nur in Güter werden sondern insbesondere auch Wissen und Fähigkeiten. Jedes Säugetier bringt seinen Jungen gewisse Fertigkeiten bei, was zeitaufwendig ist und gefährlich. Aber diese Investition in die Zukunft hat sich Evolutionär durchgesetzt und wir täten gut uns daran ein Beispiel zu nehmen.

Leider ist allein schon der Begriff "Humankapital" eine Herabwürdigung der ältesten und wichtigsten Kapitalgattung, ohne die alles andere nutzlos wäre. So wird in den USA z.b. die (Ersatz-) Anschaffung einer neuen Windows Version als Mehrwert in VGR eingerechnet. Dass zeitgleich Millionen von Amerikanern Lesen und Schreiben unmöglich ist wird dagegen lediglich als soziales Problem betrachtet. Offenbar ist die Fokusierung auf volkswirtschaftliches Zahlenwerk so gross, dass darüber auf (noch) nicht katalogisierte, aber weit bedeutendere Grössen völlig vergessen wird.
 
 
 
  wopfinga | 19.05, 17:43
Im Großen und Ganzen ja,
aber lernen unsere Kapitalmonarchen auch moralische Verantwortung und vergessen nicht aufs Fußvolk. Was hab ich von 5000 Jahren Freizeit die die auf ihrer Bank angehäuft haben. Außerdem Imponiergehabe ist auch tief verwurzelt, und oft werden nur mehr Nullen verglichen.
 
  flusensieb | 19.05, 17:53
klarstellung
jemand der sich einen speer schnitzt oder eine fabrik mit 1000 mitarbeitern ist kein kapitalist! und wenn er sich 100 superspeere herstellt oder aus dem profit seiner fabrik 5 mercedes kauft ist er noch immer kein kapitalist! er stellt etwas her, er tauscht es ein, er trägt etwas bei!
ein kapitalist ist jemand der nur aus dem umstand daß er kapital hat (geld, gold, grund und boden etc) über zinsen und wertsteigerung geld abschöpft für das andere arbeiten.
der unternehmer wird zum kapitalisten wenn er durch seine fabrik soviel profit gemacht hat daß er die firma zumacht und nur mehr sein vermögen arbeiten läßt! erst dann reiht er sich in die gruppe der sklavenhalter ein!
er trägt nichts mehr bei sondern lebt von der arbeit anderer!
DAS ist ein kapitalist!

 
 
  isht | 19.05, 18:04
das mit dem speer stimmt nicht
Das Schnitzen eines Speers um damit fortan leichter Beute zu jagen ist KEIN Kapitalismus.
erst wenn man seinen speer dazu einsetzt um konkurenten umzubringen, damit man die beute ganz allein für sich hat ist das kapitalismus!
 
  röntgenschirm | 19.05, 18:59
"Kapitalisten"
Jaja, die Welt ist voll von bösen Kapitalisten: allen voran die Bergbauern, dennn die sind ja auch Grundeigentümer.
 
 
  sayanim | 19.05, 19:29
DIese sogennaten Kapialisten sind bereits genauso ein Teil des Systems, nicht die Nutzniesser oder so. Damit würden wir den Ball nur den rechten zuspielen, die dann wieder eine jüdische Weltverschwörung sehen würden.
Und die Bergbauern doe brauchen ihr Land zum Leben, es ist ihr Besitz, eben nicht Eigentum, aber geht es hier um Bergbauerntum oder was?
 
  ichdenkemir | 19.05, 20:12
Kapitalist
er trägt nichts mehr bei sondern lebt von der arbeit anderer! (Beitrag von Flusensieb)
Ist dann ein Pensionist auch ein Kapitalist? Der Kapitalist hat ja auch vorher gearbeitet um seine Kohle zu verdienen.
 
 
  randolfo | 20.05, 07:17
Randolfo
Ich habe bis jetzt noch nicht herausbekommen, was nach dem Kapitalismus kommt, wenn der nicht mehr funktioniert!?
 
  flusensieb | 19.05, 17:02

die strukturen der neuen gesellschaft gibt es schon, da stehen mindestens 20% der ersten welt dahinter. wenn die richtigen informationen aus der kiste kommen werden sich die fernsehschauer auch wenden.
 
 
 
     
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